25

 

»Wie geht es ihm - du liebe Güte, May!«

Eine Frauenstimme drang durch den Nebel, der so oft erschöpften Schlaf begleitet. Ich fuhr auf und setzte mich. Einen kurzen Moment lang wusste ich nicht, wo ich war. Aisling stand neben dem Bett, in dem ich lag, und blickte mich erschrocken an. Ich folgte ihrem Blick zu meiner Hand, die auf Gabriels Brust gelegen hatte. Sie war mit silbernen Schuppen besetzt, und die scharlachroten Krallen hoben sich leuchtend von seiner Haut ab.

»Wow! Halb Drache, halb Frau. Wenn man hier eine Webcam aufstellen würde, könnte man damit richtig Geld verdienen«, bemerkte Jim.

Panik ergriff mich, und ich versuchte, den Drachenanteil in mir zurückzudrängen. Wenn ich mich jetzt schon im Schlaf verwandelte, dann konnte es ja nicht mehr lange dauern, bis das Drachenherz mich völlig überwältigt hatte.

»Reg dich nicht auf«, sagte Gabriel leise zu mir. »Entspann dich, mein kleiner Vogel. Lass dir Zeit. Du kannst die Verwandlung nicht erzwingen.«

Er hatte gut reden; er verlor sich schließlich nicht selbst, dachte ich bitter. Aber ich befolgte seinen Rat trotzdem. Ich holte tief Luft und versuchte, meine verkrampften Muskeln zu entspannen, um die Emotionen, die mich gefangen hielten, loszulassen.

»Oh Mann, jetzt sieht sie wieder normal aus. Auf die Art und Weise werden wir nie reich«, sagte Jim verächtlich.

Aisling beobachtete mich einen Moment lang. »Ich hätte wohl eher dich fragen sollen, ob es dir gut geht, anstatt Gabriel«, sagte sie dann.

Ich schob meine eigenen Sorgen beiseite und blickte zu Gabriel. Als ich ihn zum Ausgang von Abbadon geschleppt hatte, war er halb tot gewesen, aber jetzt strotzte er schon wieder vor Gesundheit und atmete ohne jede Mühe.

»Tipene ist ein guter Heiler, aber wenn May nicht gewesen wäre, wäre ich jetzt nicht hier«, antwortete er und verzog leicht das Gesicht.

Drake betrat den Raum und warf Aisling einen vielsagenden Blick zu. Er zog ihr einen Stuhl heran und drückte sie auf denselben.

»Hast du noch Schmerzen?«, fragte ich Gabriel und blickte auf den Verband um seine Schulter. »Soll ich Tipene rufen?«

»Nein, ich habe nur wegen meines Versagens das Gesicht verzoge «, antwortete er. Er ergriff meine Hand und küsste meine Fingerspitzen.

»Versagen? Was für ein Versagen? Du hast das Unmögliche geschafft, Gabriel - du hast mich vor Baltic gerettet«, sagte ich, erleichtert über den sexuellen Funken, den ich in seinen Augen aufglimmen sah. Wenn er geil war, dann konnten seine Schmerzen nicht so schlimm sein.

»Du musstest mich retten«, antwortete er mürrisch. »Dabei hätte es umgekehrt sein müssen.«

»Wenn nicht dein Arm fast abgehackt wäre, würde ich dir jetzt an die Schulter boxen«, sagte ich leise. Er grinste, und sofort bestand das Stück Drachenherz darauf, dass ich ihn ansprang.

»Männer«, murmelte Aisling und warf Drake und Gabriel einen finsteren Blick zu. »Ich verstehe ja, dass ihr eure Lieben beschützen wollt, aber ihr benehmt euch wie die perfekten Machos, und das wisst ihr auch. Allerdings verstehe ich das Ganze sowieso nicht, da May es uns nur unzusammenhängend erzählt hat. Du hattest versprochen, uns jetzt zu berichten, was vorgefallen ist. Jim wusste auch nur einen Teil, aber ich will die ganze Geschichte hören.«

Ich musterte Gabriels Gesicht. Um seinen Mund waren feine Linien eingegraben, die darauf hinwiesen, wie groß seine Schmerzen gewesen waren, aber ansonsten wirkte er völlig wiederhergestellt.

»Bevor ich euch alles erzähle, musst du mir erst sagen, ob du Chuan Ren herausgeholt hast?«, fragte ich.

Drake nickte. »Ja. Sie ist gegangen, um sich Fiat vorzuknöpfen.«

»Vorzuknöpfen?«, fragte ich. Mir war unbehaglich bei dem Gedanken, was wir da losgetreten hatten, aber es war ja nun nicht mehr zu ändern. »Wird sie ihn töten?«

»Möglich«, erwiderte Drake und streichelte Aislings Nacken.

Wieder einmal fiel mir auf, wie innig die Verbindung zwischen den beiden war, wie tief die Liebe, die sie füreinander empfanden. Würde das Stück Drachenherz zulassen, dass ich Gabriel genauso liebte? Oder hatte es mich bereits so verändert, dass es nie wieder so sein würde wie zuvor? Die Drachengefühle waren so flüchtig, so explosiv, so anders, als ich normalerweise war, dass tiefe Traurigkeit in mir aufstieg.

»Er hat es verdient«, sagte Jim. »Ich wette, er hätte sich in Abbadon prächtig amüsiert. Allerdings ist Chuan Ren nicht viel besser. Sie hat schließlich ihre gesamte Familie umgebracht, oder nicht?«

»Es ist durchaus möglich, dass Chuan Ren versucht, Fiat zu töten«, sagte Gabriel nachdenklich und streichelte meine Finger.

»Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein. Fiat wird immer unberechenbarer. Zwar wäre es Wahnsinn, Chuan Ren eliminieren zu wollen, aber wenn er nicht mehr klar denken kann, wird er es vielleicht versuchen.«

»Damit würde er sich selbst zerstören«, warf Drake ein und nickte. »Chuan Ren ist zu stark für ihn. Aber wir dürfen gespannt sein, was passiert.«

»Ehrlich gesagt ist es mir egal, solange sie uns nicht wieder den Krieg erklärt«, sagte Aisling und tätschelte ihren Bauch.

Drake lächelte. »Ich glaube, in der nächsten Zeit wird Fiat ihre Wut zu spüren bekommen. Und danach...« Er blickte mich an. »... sehen wir weiter.«

»Was ist denn genau passiert, nachdem Bael dich wieder in die Schattenwelt gejagt hat?«, fragte Aisling.

Rasch berichtete ich die letzten Ereignisse, wobei ich alles wiedergab, was Baltic gesagt hatte.

»Und du bist sicher, dass er ein weißer Drache war?«, fragte Drake stirnrunzelnd.

Ich blickte zu Gabriel. »Das habe ich gesehen, aber ich muss zugeben, dass ich gerade mit dem Kopf gegen eine Felswand geprallt und noch ein bisschen benommen war.«

»Er war weiß«, bestätigte Gabriel. »Ich hatte auch einen schwarzen Drachen erwartet, allerdings hat er den Porträts von Baltic gar nicht ähnlich gesehen. Aber er kann ja seine Erscheinung verändert haben. Auf jeden Fall war er weiß, Drake, weiß.«

»Gibt es überhaupt eine weiße Sippe?«, fragte Aisling ihren Mann. »Oder vielmehr, gab es einmal eine?«

»Nein«, antwortete Drake.

»Dann ist das mehr als verwirrend«, meinte Aisling, und ich konnte ihr nur zustimmen.

»Es kommt mir alles ein bisschen widersprüchlich vor«, sagte ich. »Einerseits hat er nicht geleugnet, Baltic zu sein, aber er sagte auch, die äußere Erscheinung könne täuschen, und er war definitiv kein schwarzer Drache. Und das wäre er doch, es sei denn, er wäre ein Ouroboros, oder?«

Gabriels Finger schlossen sich um meine Hand. »Ja, Baltic war kein Ouroboros.«

»Weiß ist das Gegenteil von schwarz. Vielleicht ist er der Anti-Baltic«, warf Jim ein.

Alle blickten ihn an.

»Was ist?«, fragte er nervös.

»Gibt es so etwas denn?«, fragte ich Gabriel.

Er runzelte die Stirn. »Ich habe nie davon gehört, aber ich hatte auch noch nie von einem Drachen gehört, der Zugang zur Traumwelt hat oder mit einem Lichtschwert kämpft. Das ist die Waffe eines Arkana-Meisters, nicht die eines Drachen.«

»Es heißt, Baltic sei von einem Erzmagier ausgebildet worden«, sagte Drake langsam.

»Was erklären würde, warum er, wenn er tatsächlich Baltic war, so heftig auf das Dämonenschwert reagiert hat.« Gabriel verzog nachdenklich das Gesicht.

»Verzeiht mir meine Unwissenheit, aber was ist denn so toll am Schwert eines Zorndämons, abgesehen davon, dass es die Waffe eines Bösewichts ist?«, fragte Aisling.

»Dich kann man einfach nirgendwohin mitnehmen.« Jim schüttelte den Kopf.

»Schweig, Dämon. May, weißt du es?«, fragte Aisling mich.

»Ich weiß ein bisschen was darüber«, antwortete ich. »Zorndämonen sind so etwas wie Bodyguards von Wyvern. Sie sind ein Elite-Corps, sehr hässliche Gesellen, halbe Dämonenfürsten, die nur in den schwierigsten Fällen eingesetzt werden. Im Gegensatz zu anderen Dienern, die von ihren Dämonenfürsten abhängig sind, können Zorndämonen direkt auf dunkle Mächte zugreifen. Sie versehen ihre Waffen mit der dunklen Macht, wobei sie Schwerter bevorzugen, weil man Unsterbliche am besten umbringt, indem man ihnen den Kopf abschlägt oder sie in zwei Hälften zerteilt.«

»Okay. Aber was hat das mit diesem Drachen zu tun?«, fragte Aisling.

»Ein Magier benutzt Arkana-Magie«, antwortete Gabriel. »Sie beruht zum Teil auf der Fähigkeit, Licht zu manipulieren. Wesen, die mit Arkana-Magie arbeiten, sind besonders empfänglich für dunkle Mächte.«

»Es hatte jedenfalls eine besondere Wirkung, als Gabriel den Drachen mit dem Dämonenschwert aufspießte«, fügte ich hinzu.

»Ah. Jetzt verstehe ich. Aber es hört sich eigentlich nicht so an, als ob es sich bei dem Drachen um Baltic handelt.«

Drake rieb sich das Kinn. »Ich könnte mir vorstellen, dass es Baltic war. Das Lichtschwert würde dazu passen. Und wir wissen bereits, dass er in die Schattenwelt gehen kann.«

»Oh, das habe ich ganz vergessen zu fragen. Wie ist deine Mutter eigentlich dort hineingekommen?«, fragte Aisling. Das wollte ich auch gerne wissen.

»Meine Mutter hat Zugang zu verschiedenen Traumwelten. Sie hat sich dort die Erlaubnis geholt, dass ich ins Jenseits durfte. Ich fürchte, sie hat große Versprechungen im Gegenzug dafür machen müssen.«

»Deshalb bist du also gerade rechtzeitig aufgetaucht und hast deine Gefährtin vor dem großen, bösen Drachen gerettet. Das ist ausgesprochen romantisch«, sagte Aisling lächelnd.

Ich senkte den Kopf. Es war schrecklich romantisch, aber ich konnte mich gar nicht darüber freuen. Schließlich stand ich kurz vor der persönlichen Zerstörung.

»Oder etwa nicht?«, fragte Aisling und blickte von meinem niedergeschlagenen Gesicht zu Gabriel, der mich besorgt anblickte.

Sie seufzte. »Was habe ich denn jetzt schon wieder nicht mitbekommen?«

»Mann, du kapierst auch gar nichts, was?« Jim stand auf und schüttelte sich.

»Komm, kincsem, du brauchst Ruhe.« Drake zog Aisling sanft auf die Beine. »Ich bringe dich jetzt nach Hause.«

»Und dann erklärst du mir am besten auch gleich, warum die beiden so düster dreinschauen«, sagte sie und ließ sich von ihm zur Tür führen. Dort blieb sie stehen und drehte sich zu mir um. »Bevor ich es vergesse, dein Zwilling war hier, aber sie musste wieder weg. Irgendetwas mit einem schmutzigen Strom. Oder waren es heiße Quellen? Was auch immer, auf jeden Fall soll ich dir liebe Grüße ausrichten, und sie hofft, es geht dir bald wieder besser, damit du ihr beim Saubermachen helfen kannst.«

Ich musste unwillkürlich lächeln. Das klang absolut nach Cyrene.

Aisling zwinkerte Gabriel zu, dann wandte sie sich wieder an mich. »Ich mag ja nicht die Klügste unter der Sonne sein - ein Wort, Jim, und du findest dich in Akasha wieder! - , aber ich bin in der Lage, etwas Gutes zu erkennen, wenn ich es sehe, und bei euch beiden ist das definitiv der Fall! Ich kann nur hoffen, dass ihr eure Probleme überwindet.«

Ich wartete, bis die Tür sich hinter ihnen geschlossen hatte. Erst dann blickte ich Gabriel an. In seinen Augen stand Mitgefühl. Zwar konnte ich auch jede Menge warmherzige Gefühle erkennen, aber die Spur von Mitleid bereitete mir Übelkeit.

»Wende dich nicht ab von mir«, sagte er, als ich Anstalten machte aufzustehen.

»Nicht«, protestierte ich, als er mich an seine Brust zog und seine Wärme und sein Duft mich einhüllten. »Tipene hat gesagt, du sollst den Arm mindestens einen Tag lang nicht benutzen, damit er richtig heilen kann.«

Gabriel lächelte. »Der Schmerz würde sich lohnen, wenn ich dir dadurch versichern kann, dass du, ganz gleich, wer du bist, ganz gleich, was mit uns beiden geschieht, immer meine Gefährtin sein wirst. Ich werde dich immer begehren.«

Ich gab meinem Verlangen nach und küsste ihn. »Ich verliere den Kampf, Gabriel. Das Stück Drachenherz ist zu stark.«

»Mein tapferer kleiner Vogel«, sagte er und strich mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht. »Es ist ein Kampf, ja, aber wir werden ihn nicht verlieren. Wir haben ein Stück, Drake und Bastian geben uns ihres, und Chuan Ren hat geschworen, uns Zugang zum Song-Phylakterium zu gewähren. Bleibt nur noch eins, und ich bezweifle nicht, dass der Drache, dem wir begegnet sind, es hat. Wir müssen nur noch einen Plan entwickeln, und dann kannst du das Drachenherz wieder zusammenfügen.«

Ich ließ mich nur zu gerne von ihm beruhigen. Lächelnd legte ich meine Stirn an seine. »Und was tun wir, wenn wir das letzte Stück nicht bekommen?«

»Dann bleiben wir beide in Drachengestalt, und ich mache anzügliche Bemerkungen über deinen Schwanz.«

Ich musste unwillkürlich lachen, und zu meinem Erstaunen erlaubte mir das Stück Drachenherz, den Augenblick zu genießen, ohne sofortige Paarung zu verlangen. »Du machst ja jetzt schon anzügliche Bemerkungen.«

»Ja, aber dann werde ich dir ganz genau erläutern, was ich von dir erwarte«, antwortete er und küsste mich. »Mach dir keine Sorgen. Die größte Schlacht hast du schon gewonnen.«

»Dass ich aus Abbadon entkommen bin, meinst du?«, fragte ich und streichelte über die Muskeln an seiner bloßen Brust.

»Nein.« Seine Zunge glitt in meinen Mund und vollführte dort einen feurigen Tanz, der zärtlich und erregend zugleich war.

»Du hast die Schlacht um mein Herz gewonnen.«

Ich erstarrte eine Sekunde lang und fragte mich, ob ich ihn richtig verstanden hatte, aber es stand in seinem Gesicht und in seinen Augen geschrieben, und ich hätte am liebsten vor Freude geschnurrt.

»Ich liebe dich«, sagte ich zu ihm und entzündete ein kleines Feuer.

»Siehst du? Unsere Zukunft kann nur glücklich sein, wenn du mich ebenso sehr liebst wie ich dich«, sagte er und streichelte mich. Ich überlegte gerade, ob ich trotz des Drachenherzens leidenschaftliche Liebe mit Gabriel machen sollte, als die Tür zu seinem Schlafzimmer mit Wucht aufgestoßen wurde.

Magoth stand im Rahmen, in einem roten, bis zur Taille aufgeknöpften Hemd und seiner schwarzen Lederhose. »Ich hoffe, ihr seid glücklich!«, sagte er und starrte uns finster an, die Hände in die Hüften gestemmt. »Ich kann nur hoffen, dass ihr glücklich seid.«

»Magoth«, sagte ich verblüfft. »Was machst du hier? Das ist Gabriels Schlafzimmer. Verschwinde!«

Er trat ins Zimmer und auf eine Geste von ihm kamen drei Pagen mit einer ungeheuren Menge teuer aussehender Gepäckstücke. »Du musstest Sally unbedingt erzählen, was du vorhast, was?«, sagte er aufgebracht zu mir. »Ich habe dir gesagt, du sollst es sein lassen, aber du hast ja nicht auf mich gehört. Nein, hast du nicht, und diese kleine, hinterhältige Schlampe ist natürlich sofort zu Bael gerannt, um sich einzuschmeicheln, und ihm ist nichts Besseres eingefallen, als mich zu exkommunizieren! Mich, den sechsten Fürsten! Ich war mehr als tausend Jahre in Abbadon, und jetzt - puff! Alles weg, dank dir, ehemalige Gemahlin!«

»Ehemalige Gemahlin?«, fragte ich.

In seinem Blick lag so viel Zorn, dass er damit wahrscheinlich ein Nashorn mitten im Lauf hätte stoppen können. »Du glaubst doch nicht, dass ich jemanden als Gemahlin behalte, der mich aus Abbadon hinausbefördert? Wir sind geschiedene Leute, May!«

»Aber...« Ich blickte Gabriel an. Er schien genauso überrascht über Magoths plötzliches Erscheinen zu sein wie ich.

»Aber was machst du denn dann hier? Mit all diesem Gepäck?«

Magoth ließ sich in einen Sessel sinken, legte seine Füße auf einen Koffer und lächelte zufrieden. Der Spiegel hinter ihm zersprang in tausend Stücke. »Ich bin in beiden Welten machtlos, bis die Exkommunikation durchgeführt worden ist. Bis also meine Kräfte zurückkehren, süße May, bist du wieder meine Dienerin.«

»Wenn du kein Dämonenfürst mehr bist«, warf Gabriel stirnrunzelnd ein, »ist May weder deine Gemahlin noch deine Dienerin.«

»Gemahlin, nein. Aber Dienerin...« Magoths Lächeln war wirklich furchterregend. Am liebsten hätte ich etwas nach ihm geworfen. »Sie ist an mich gebunden, nicht an meine Position, deshalb kann ich ihr auch Befehle erteilen. Und sie kann mir für den Anfang schon einmal etwas Kaltes zu trinken bringen. Irgendetwas Leckeres. Champagner zum Beispiel.«

Mir fiel der Unterkiefer herunter, als mir klar wurde, was das bedeutete. »Du meinst doch nicht...«

»Doch, genau«, sagte er. Er verschränkte die Hände hinter dem Kopf und warf mir einen schwülen Blick zu. »Bis meine Macht wiederkehrt, bleibe ich bei dir. Sollen wir uns darüber einigen, wer wo schläft? Ich bin ja aus ästhetischen Gründen für Junge, Mädchen, Junge, aber wenn du darauf bestehst, kann ich natürlich auch den Platz in der Mitte einnehmen.«

Gabriel und ich wechselten entsetzte Blicke.

»So viel zu einer glücklichen Zukunft«, sagte ich seufzend und sank zurück gegen das Kopfteil.

 

 

Ende

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